Das ist wieder so ein Zitat, das ich nicht geplant hatte, sondern das sich aus dem Schreibflow heraus ergeben hat. Ich mag es deshalb, weil der Marchese sich hier von seiner philosophischen Seite präsentiert. Er ist ja nicht nur Schlangenkrieger, sondern hatte in seiner Jugend neben Jura (auf Befehl seines Vaters) aus eigenem Antrieb Philosophie studiert. Er ist also kein stumpfsinniger Hau-Drauf-Typ und hirnloser Action-Held, sondern gebildet und tiefgründig.

Genau das macht meiner Meinung nach einen modernen Helden aus. Ein reiner Adrenalin-Junkie oder Befehlempfänger ist kein Held und einer, der die Welt nur in Schwarz und Weiß einteilt, schon gar nicht. Helden denken mit, treffen ihre Entscheidungen bewusst und folgen Werten und ihrer Mission. Sie stehen für etwas Größeres ein und hinterfragen die Zusammenhänge, sie haben eine Meinung zur Welt und zum Menschsein.

Ist die Corona-Krise ein Käfig oder eine Chance?

Gerade in Zeiten wie diesen, wo die meisten von uns im Lockdown festsitzen, stellt sich die Frage nach Freiheit und Selbstbestimmung. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir wesentlich mehr Möglichkeiten und Gestaltungsspielraum haben, als wir im ersten Moment glauben. Im Zusammenhang mit der Pandemie habe ich mir das auch in meinem Jahresrückblick 2020 näher angesehen.

Sicher, wir können über Käfige jammern. Oder wir machen es wie der Marchese. Der verweigert keineswegs den Blick auf die Realität, er sieht sogar sehr nachdenklich hin. Doch er resigniert nicht, sondern sucht den Ausgang aus diesem Käfig. Er kämpft mit allen Mitteln um seine Selbstbestimmung, und dieser brennende Wunsch treibt nicht nur seine Karriere an, sondern bestimmt sein ganzes Leben.

Willst du wissen, ob ihm die Flucht aus dem Käfig gelingt? Dann geht es hier zum Roman.

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Cover "Der Schwur der Schlange" – Drei Zinnsoldaten und ein Gewimmel von Schlangen vor einer blauen Mauer