Hast du ein Wort des Jahres? Das soll ein sehr mächtiges Tool sein, um dich während des Jahres auf Kurs zu halten und dich immer wieder an deine Ziele und Prioritäten zu erinnern. Es soll dich begleiten, stützen und sowohl Anker als auch Leuchtturm für dich sein. Ich hatte erst vor ein paar Jahren davon gehört und seitdem ein paar sehr schöne Wörter gehabt. Aber nicht jedes Wort erzeugte den Sog, den ich mir wünschte, und ich gehe die Sache nun etwas anders an.

Was bei mir nicht als Wort des Jahres funktionierte

Ja, schön waren meine Wörter alle und zunächst schienen sie mir natürlich goldrichtig, aber ihren Sinn erfüllten sie für mich trotzdem nicht. Bis auf eines. Bisher hatte ich mich für folgende Wörter des Jahres entschieden:

Mein bisher bestes Wort

2016 Flow
2017 Hingabe
2018 Durchbruch
2019 Feuer
2020 Phönix

Oha, Hingabe hatte ich schon einmal? Ich habe es auch für 2021 erwogen, es aber wieder verworfen. Zum Glück, denn wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann, war es offenbar nicht sehr stark. Und genau das ist der Punkt. Meine Wörter des Jahres waren stets fromme Wünsche, im Dezember aufgeschrieben, aber nicht in der Lage, mich über ein ganzes Jahr zu tragen. Bis auf den Phönix.

Beim Wort des Jahres vom Schreiben lernen

Der Phonix war mein bestes Wort bisher, er begleitete mich wirklich zwölf Monate lang. Manchmal stärker, manchmal schwächer, aber er war immer da. Warum eigentlich?

  1. Er baute auf einer unglaublich beglückenden und intensiven Erfahrung des Vorjahres auf. Er war also mit einer Emotion verbunden.
  2. Er war konkret. Ein Bild. Immer wieder fragte ich mich während der turbulenten Zeiten, ob er noch lebte und ich auf Kurs war.

Ich sollte es doch vom Schreiben her wissen: Konkret siegt immer über abstrakt, und Emotionen sind ein unglaublich starker Motor. Also ging ich das Wort des Jahres 2021 ein bisschen anders an.

Ein Wort des Jahres steht für ein lohnendes Ziel

Durch meine Aufräumaktion hatte ich Nachhaltigkeit für mich entdeckt, meine Begeisterung für Material und für die Sinnlichkeit von Lebensmitteln und Dingen. Ich habe dir davon ja bereits in meinem Jahresrückblick erzählt. Ich war mir daher so um die Jahresmitte herum sehr sicher, dass ich für 2021 Achtsamkeit oder Bewusstsein wählen würde. Nach Jahren voll Power und Kampf erschien mir nun einfach etwas Fürsorgliches dran zu sein. Doch als ich mich dann im Dezember tatsächlich an die Wahl eines Wortes machte, fühlte es sich nicht mehr richtig an. Ich hatte das alles nämlich schon in mein Leben integriert. In dem Thema bin ich so drin, dass ich es zwar verfeinern kann, es aber keinen zusätzlichen Drive für mich erzeugt.

In Zyklen aufwärts

Bestätigungen sind zwar bequem, aber sie bringen dich nicht weiter. Auch wenn ich mittlerweile ein Fan von Zyklen bin, sehe ich sie trotzdem in Kombination mit einem Voranschreiten. Aus der Linie von früher wurde im Vorjahr ein Kreis, aber in Wahrheit entspricht mir beides. Zusammen ergeben Linie und Kreis eine Aufwärtsspirale. Ich verbinde männliches und weibliches Denken, bin eine Powerfrau und will das auch bleiben. Bewusst und im Augenblick leben kann ich schon sehr gut, ich hatte meine Lektion gelernt und wünschte mir wieder etwas Kraftvolles. Aber Kraft mit Weisheit verbunden, eine Kraft, die von innen kommt.

Welche Baustellen sind überhaupt offen?

Mein Körper hatte mir voriges Jahr ein paar Warnsignale geschickt. Ein überarbeitetes Handgelenk, was beim Tippen nicht gerade förderlich ist. Schwindel, bei mir ein ziemlich sicheres Zeichen für Überarbeitung. Bluthochdruck, obwohl ich den bislang nie hatte. Ich war gereizt, ich wollte meine Ruhe. In meinem früheren Beruf war ich schon einmal ins Burnout geschlittert, nun erkannte ich die Zeichen zum Glück rechtzeitig, schaltete einen Gang hinunter und begab mich auf Ärztetournee, um rein Physiologisches auszuschließen. Schließlich werde ich auch nicht jünger. Achtsamkeit war also sehr wohl angesagt, nämlich für mich selbst. Heilung und Selbstfürsorge.

Bohrer durchbricht Glas

Welche Baustellen sind offen?

Von Symptombekämpfung halte ich wenig, wenn die Ursachen nicht gelöst werden. Akutmaßnahmen sind das eine, Beschäftigung mit Geist, Körper und Seele etwas anderes, das noch viel weiter reicht. Zu diesem alten, natürlichen Wissen werde ich daher weiterhin Zugang suchen.

Ich will auch endlich wieder ein neues Buch veröffentlichen, mir geht es ja selbst schon auf die Nerven, dass ich nicht vorankomme. Dazu muss ich einerseits Druck rausnehmen, andererseits aber meine Kräfte und Sehnsucht mobilisieren und ins Tun kommen und zwar fokussiert. Das klingt nach einem ziemlichen Spagat, aber ich habe da so meine Ideen.

Außerdem will ich dieses Jahr meinen Onlinekurs »Show, don’t tell« launchen und meinen Werten und meiner Marke durch ein professionell erstelltes Branding einen edlen und kraftvollen visuellen Ausdruck verleihen.

Auf der Suche nach einem emotionalen Bild

Mein Wort des Jahres sollte all das unter einen Hut bringen. Vorwärtskommen und gleichzeitig auf mich aufpassen. Voll und ganz da sein. Ich liebäugelte mit Strahlen. Aber das war schon wieder abstrakt, fühlte sich an wie aus einem Mentoring-Ratgeber oder Coaching-Handbuch und brachte mich nicht zum Brennen. Das ist übrigens ein Tipp, den ich auch dir geben kann, wenn du mit Wörtern des Jahres oder einem Motto arbeitest: Forme sie nicht im Kopf, sondern spüre in dich hinein. Lass dir Zeit und lebe ein paar Tage oder Wochen mit deinem Wort. Achte dabei auf deine Gefühle.

Mir tat es unglaublich leid, den Phönix gehen zu lassen. Er war noch nicht geflogen, meine Ziele für 2020 bei weitem nicht erreicht. Außerdem mochte ich seine starke Präsenz, an die ich immer wieder andocken konnte. Sollte ich ihn ein zweites Mal nehmen? Nein, das war auch nicht richtig. Und dann schlängelte sich auf einmal die Schlange in mein Bewusstsein.

Für 2021 brauche ich die Urkraft. Und zwar meine eigene

Die Schlange ist schon länger so etwas wie mein Wappentier. Warum genau, erzähle ich dir demnächst, hier nur einmal so viel: Sie ist ein sehr ambivalentes Symbol, durch die Paradieserzählung verteufelt, aber auch mit Heilkraft und Wiedergeburt gleichgesetzt. Moment mal, Wiedergeburt? Wie der Phönix?

Mein Wappentier

Ganz genau, und damit hatte ich meine Verbindung. Es geht immer noch um dasselbe Thema, die Schlange bringt aber genau die Elemente ins Spiel, die den Phönix stärken können. Sie steht für die Heilkraft. Sie kann – wenn man der Paradieserzählung folgen will – mit Worten bestärken und verführen. Und wozu verführte sie? Vom Baum der Erkenntnis zu essen, den Zustand der Naivität hinter sich zu lassen. Sie steht für das reflektierte Wissen ebenso wie für archaisches, geheimnisvolles. Für die Mysterien der Natur.

Der Phönix tanzt mit der Schlange

Ich wählte kein Wort des Jahres, sondern ein Motto. Es geht mir dabei um das Zusammenspiel der beiden für mich so machtvollen Bilder, um einen sakralen Tanz, der aus den Tiefen des Menschseins schöpft. Ich wählte mir ganz bewusst keine in Zahlen und Termine gegossenen Ziele und auch nichts, wofür ich auf externe Gunst und Glücksumstände angewiesen wäre. Es geht darum, in Verantwortung zu gehen, meine Kraft zu spüren und zu bündeln. Kein Zerfleddern mehr, sondern diese Kraft auf einige wenige Projekte zu fokussieren.

Meine beruflichen Projekte für 2021

  1. Neues Branding. Meine Marke ist nichts anderes als die Quintessenz meiner Werte, meiner Überzeugungen und meines Wesens. Ich versuche nicht mehr, gefällig zu sein und mich an Trends und für mich falschen Zielgruppen zu orientieren. Es wird Zeit, das auch zu visualisieren und in meinen Posts noch mutiger zu sein. Teile meines neuen Corporate Designs zeige ich dir schon jetzt laufend auf Facebook und Instagram und am 29.1. stelle ich dort auch mein brandneues Logo vor.
  2. Im Schreibcoaching fokussiere ich mich noch mehr auf meine Stärken: Show, don’t tell, Figuren und charaktergetriebene Handlung. Die Inhalte vom »Show, don’t tell«-Kurs stehen bereits und absolvieren gerade den ersten Probelauf. Jetzt muss ich mich noch mit der technischen Umsetzung befassen, dann kann ich im Herbst den Kurs launchen. Den Figurenkurs arbeite ich im Laufe des Jahres aus und bereite ihn somit für das nächste Jahr vor.
  3. Und mein persönliches Highlight, die Krone meiner diesjährigen Projekte? Den dritten Marchese-Band schreiben. Aus mir selbst heraus, aus meiner Sehnsucht nach dem Marchese und der Kraft des Stoffes und der weiteren Figuren. Schluss mit Kopfgeburten und von außen auferlegten Pflichten zum Schreiben. Endlich wieder spüren. Deshalb nenne ich dir auch noch keinen Veröffentlichungstermin, aber ich habe alle anderen Projekte zur Seite geschoben, um es diesmal durchzuziehen. Noch ist es etwas sperrig, weil ich erst wieder hineinfinden muss. Aber ich spüre, das wird etwas ganz Gewaltiges.

Hast du ein Wort oder Motto des Jahres und konkrete Projekte? Ich wünsche dir kraftvolles Prickeln bei der Umsetzung. ❤

Deine Barbara

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