Neigst du zum Groupietum und betreibst du gerne Starkult? Ich ja. Stars entstehen ja nicht aus dem Nichts heraus, sie haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Zumindest, wenn sie ihren Job erledigen.

Der Star als öffentlicher Mensch

In der Regel lernen wir die für die Öffentlichkeit bestimmte Seite eines Stars kennen. Seine oder ihre Bühnenpräsenz, das Charisma, das von der Leinwand oder dem Bildschirm sprüht. Das Posieren auf dem roten Teppich. Da tun Stars ihren Job und das richtig gut. Sonst wären sie ja keine Stars. Bei Interviews wird der Zauber entweder verstärkt, oder erste Enttäuschung macht sich bei mir breit.

Es gibt Promis, die sich durch Charme und Eloquenz auszeichnen. Christoph Waltz ist für mich so einer, der setzt in den Interviews fort, was man auch im Film spürt. Alan Rickman hatte das auch drauf oder Conchita. Das sind die Stars, die ich wirklich liebe. Es gibt aber auch die, die mich fassungslos zurücklassen, manchmal sogar mit Fremdschämen. Die sind nur schön. Oder haben nur eine großartige Stimme. Treten souverän auf, haben aber nichts zu sagen.

Liebst du den Star oder die Rolle?

Das verwechsle ich manchmal. Oder doch nicht? Ich kann das ungute Gefühl nicht mehr abstellen, es nicht komplett vom Spiel trennen. Ein Star ist für mich ein Gesamtpaket, und auch Interviews oder Signierstunden gehören in meinen Augen zum Job. Denn ohne seine oder ihre Fans wäre der Star nichts. Sie sind dabei immer noch öffentliche Person. Versteh mich bitte nicht falsch, ich befürworte keine Verfolgungsjagden durch Paparazzi oder die Boulevardpresse. Aber ich erwarte mir auch in der PR und bei der Fanpflege Professionalität. Vor allem gehört für mich zu einem echten Star Persönlichkeit dazu. Charisma, das nicht nur im Skript steht.

Starkult hat aber auch Grenzen

Wie nahe ein Star seine Fans an sich heranlässt, ist seine eigene Entscheidung. Manche nützen ihren Status bestimmt auch aus, das sind die, die sich Groupies reihenweise ins Bett holen oder an jedem Ort eine VIP-Behandlung erwarten. Dass so jemand dann auf ein Privatleben pocht, empfinde ich als doppelbödig und verlogen.

Es gibt jedoch auch Situationen, in denen Stars Privatpersonen sind und sein sollten. Die ihnen selbst gehören und die es zu respektieren gilt. Daran erinnert Merahwi Julian mit den obigen Worten. Beruflich hat er immer wieder mit Stars zu tun und begegnet ihnen daher auf einer ganz anderen Ebene. Das hat mit Respekt für sie zu tun, aber auch mit Respekt für sich selbst.

Wie gehst du selbst mit Stars um?

Gerade Merahwi ist jemand, der nicht die Rolle, sondern die Persönlichkeit wahrnimmt und jemand nicht am Bühnenauftritt, sondern in der täglichen Interaktion misst. Der Stars realistisch sieht und ihnen auf Augenhöhe begegnet. Wie gehst du mit Stars um und was erwartest du dir von ihnen?

Willst du erleben, wie unterschiedlich Merahwi und Julian einem Star begegnen? Wie die Kommunikation zwischen Merahwi und einem  Star abläuft?

Das Buch lesen*

Aus diesem Buch stammt der Satz

Tanz der Ikonen