Man wirft den Herren ja gerne vor, sich schöne Frauen zu suchen, um mit ihnen angeben zu können. Aber ist das nur ein männlicher Wunsch, die Partnerin als Statussymbol? Wir Frauen dürfen uns da ruhig auch selbst an der Nase nehmen.

Die sogenannten inneren Werte

Ich kann es nicht mehr hören, dieses scheinheilige Pochen auf innere Werte. Natürlich sind sie das, was einen Menschen wirklich ausmacht und eine Beziehung langfristig zusammenhält. Aber gibt man sich mit einem Menschen überhaupt lange genug ab, um die inneren Werte zu entdecken, wenn die äußeren schon nicht anziehend sind? Ich bin Ästhetin, ich mag schöne Männer und stehe dazu. Ich mag an Männern ein souveränes und kultiviertes Auftreten. Und wann immer ich Abstriche machte, entpuppte sich auch das Innere nicht gerade als Highlight.

Trophäe oder ebenbürtiger Lebensmensch

In meiner Jugend war ich noch ziemlich dumm. Da wünschte ich mir Männer, um die mich andere beneiden. Sei es aufgrund ihres Aussehens, ihres Einkommens oder ihrer Position, am besten gleich wegen allem auf einmal. Damals hatte ich aber auch noch kaum Selbstbewusstsein. Ich brauchte einen bestimmten Typ Mann, um mich selbst besonders zu fühlen. Dass ich diesen Typ nur selten „bekam“, steht auf einem anderen Blatt.

Heute will ich denselben Typ Mann, aber aus anderen Gründen. Heute will ich nämlich keinen Aufputz, sondern einen Partner auf Augenhöhe. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied, denn auf diese Weise wird weder der Partner zum nutzbringenden Objekt degradiert, noch mache ich meinen eigenen Wert von ihm abhängig.

Status und Partnerschaft

Wenn der Marchese Sophie vorwirft, ihn als Trophäe anzusehen, zielt das genau darauf ab. Auch attraktive, erfolgreiche Männer kann man als Trophäe missbrauchen, wenn man ihr Aussehen und ihren Status von ihrer Person abkoppelt. Liebt man an ihnen sie oder das, was sie darstellen?

Genau das ist das Geheimnis seiner Herzensbeziehung. Schöne Frauen kann er dutzendweise haben, solche, die sich mit ihm schmücken wollen. Aber er braucht keine, die ihn anhimmelt oder ihn präsentiert wie ein kostbares Juwel. Er braucht eine ebenbürtige Partnerin, die er respektieren und schätzen kann.

Auch sie ist schön, auf eine dunkle, herbe Art, aber Schönheit ist nicht das, was man bei ihnen als Erstes wahrnimmt. Wenn sie zusammen auftreten, spürt man die Energie. Und das ist es, worauf es bei den Alphamännchen und Alphaweibchen ankommt: der Gleichklang, die Präsenz, die faszinierende Kraft. Wer braucht schon eine Trophäe, wenn man ein Powercouple sein kann?

Willst du wissen, wie der Marchese seine Herzenspartnerin kennenlernt?

Das Buch lesen*

Aus diesem Buch stammt der Satz

Detaillierte Informationen zum Buch findest du, indem du auf das Cover klickst.

Das Gift der Schlange