Ohne einen Plan wird das nichts? Zu sehr würde mich interessieren, was diverse Planungsfetischisten zu meinen letzten zwölf Monaten sagen. Denn eines zeigt mein Jahresrückblick 2021 deutlich: Planbar war dieses Jahr für mich ganz bestimmt nicht. Dabei hatte ich mir diesmal sogar realistische Ziele gesetzt, mich gut vorbereitet und bin das Jahr voll Zuversicht angegangen. Aber wie heißt es so schön? Leben ist das, was dazwischenkommt.

Meine Vorbereitungen waren aber nicht umsonst, denn ich hatte diesmal kein Wort des Jahres gewählt, sondern ein Motto. Der Phönix tanzt mit der Schlange. Das war anschaulich, viel besser zu merken als ein abstraktes Wort und schon zu Beginn für mich emotional aufgeladen. Es war geeignet, mich durch die kompletten zwölf Monate zu tragen. Doch nicht einmal im Ansatz konnte ich ahnen, wie sehr es zutreffen und welch unschätzbaren Dienst es mir erweisen sollte. Aber lass mich Schritt für Schritt erzählen und auf mein persönliches Jahr 2021 zurückblicken.

Leuchttürme verhindern, dass man an der Küste zerschellt

Beginnen wir mit den Zielen. Was hatte ich mir vorgenommen?

Visionboard 2021

Mein Visionboard für 2021

  • Marchese 3. Hm. Na ja. Du hältst das Buch noch nicht in den Händen, das sagt wohl schon alles.
  • Branding. Ein Erfolgserlebnis, und was für eines! 😍
  • Show, don’t tell als Onlinekurs. Jetzt wird es aber peinlich. Allerdings hatte ich einen sehr triftigen Grund.
  • Selfcare. Das gönnte ich mir nicht nur, ich brauchte es auch zum Überleben. Im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Zyklen. Ich wollte die wichtigsten Zyklen der Natur wie Mondphasen und Jahreszeiten bewusst erleben, und zum Teil ist mir das auch gelungen. Das Projekt ist noch im Laufen und ich habe noch sehr viel zu beobachten und zu lernen, obwohl Zyklen in meinem Leben schon heuer eine entscheidende Rolle spielten.

Ziele und Prioritäten sind eine wunderbare Sache, aber nicht so wichtig wie das Leben selbst. Ich verlor sie auch keineswegs aus den Augen und nehme sie mit ins nächste Jahr, weil sie mir allesamt wichtig sind. Nur stellte sich ein anderes Ziel als noch wichtiger heraus. Es ist die Voraussetzung für alles Übrige. Überleben.

Ein heimtückischer Feind machte mir ein großartiges Geschenk

Sie flatterte ganz unscheinbar in meinen Briefkasten, die zweijährliche Einladung zur Mammografie. Was, schon wieder? Ich hasse diese Untersuchung, also verdrehte ich erst einmal die Augen. Dann bringen wir es eben schnell hinter uns. Nur war diesmal gar nichts mit schnell.

Den unangenehmen Teil hatte ich bereits hinter mir und ich lag auf der Liege beim Ultraschall. Mein Radiologe schaute und schaute. Muss ich mir Sorgen machen, fragte ich ihn? Er schaute noch immer. Und dann schickte er mich in die Brustambulanz. Das war Ende März, und es folgte eine Reihe an Untersuchungen. Am 20. April, vier Tage vor meinem Geburtstag, bekam ich dann die Diagnose. Brustkrebs. Und er wuchs so schnell, dass ich in die Chemo musste

Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich gelebt, als wäre ich unsterblich. Als hätte ich alle Zeit der Welt. Dann programmierte ich Newsletter und Social-Media-Beiträge, und auf einmal schoss es mir durch den Kopf: Was, wenn das das Letzte ist, was du von mir zu lesen bekommst? Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Todesangst spürte.

Unsterblichkeit. Vor dem Tode erschrickst du? Du wünschest unsterblich zu leben? Leb' im Ganzen! Wenn du lange dahin bist, es bleibt. (Friedrich Schiller)

Habe ich genug Zeit?

Doch es war auch das erste Mal, dass ich in großem Stil mit Verpflichtungen aufräumte. Es gab da eine ganze Menge, die ich nur deshalb tat, weil ich irgendwann einmal zugesagt hatte. Ich lebe nach der Devise mein Ja ist ein Ja und das werde ich auch weiterhin so tun. Doch mein Ja werde ich in Zukunft bewusster geben. Zeit dann investieren, wenn mein Geben und das Nehmen auf der anderen Seite in einem gesunden Verhältnis stehen.

Was ich in einem ganzen Jahr nicht geschafft hatte, gelang mir nun innerhalb einer Woche: Ich beendete die Verpflichtungen mit Schieflage und konzentrierte mich auf meine Top-Prioritäten. Was ist mir so wichtig, dass ich es vor meinem Tod unbedingt schaffen will?

Dieser Termin war nicht verhandelbar. Eine Hochzeit wie im Hollywoodfilm

Frisch vermählt. Jubelndes Brautpaar

Frisch vermählt. Carina und Martin

Im August heiratete meine Tochter, an diesem Datum richtete ich alles weitere aus. Bis dahin wollte ich durchhalten, komme was wolle. Die Chemotherapie musste so getimt sein, dass ich bei der Hochzeit fit bin und sie in vollen Zügen genießen kann.

Um nichts in der Welt hätte ich sie verpassen wollen! Nicht nur den an sich schon hoch emotionalen Moment, wenn dein einziges Kind das Ja-Wort gibt. Carinas Glück in ihrem Gesicht zu sehen und sie vollkommen einig mit sich, Martin und der Welt zu erleben, kann mir kein Foto, kein Video, keine Erzählung ersetzen. Es war eine Traumhochzeit, von ihr liebevoll und detailversessen organisiert, von ihren und Martins Trauzeugen und Brautjungfern engagiert gestaltet. Ich habe noch keine Hochzeit erlebt, wo die Liebe und der fürsorgliche Umgang des Brautpaares miteinander so intensiv zu spüren waren.

Brautpaar mit Eltern am Tisch während der Brautrede

Meine Brautrede für die beiden

Und dann war da noch die Rede. Meine Rede. Carina und Martin lernten sich durch den Tanzsport kennen, ich stellte die Brautrede also ins Zeichen des Tanzes. Knüpfte an die einzelnen Tänze die Geschichte ihrer Beziehung und meine Vision von ihrer gemeinsamen Zukunft. Gedacht war sie als mein ganz persönliches Geschenk für die beiden – und entpuppte sich als Geschenk für die ganze Hochzeitsgesellschaft. Wildfremde Menschen kamen dutzendweise auf mich zu, um mir zu gratulieren, die Rede war noch wochenlang im Gespräch! 😍

Mein Herzensprojekt blieb auf der Strecke

Gut, das ist jetzt ein wenig dramatisch formuliert, denn es gibt ja immerhin ein kommendes Jahr. Aber es lief eben nicht alles perfekt, und verstehen konnte ich es partout nicht. Denn so wie ich unbedingt Carinas Hochzeit mitfeiern wollte, wollte ich die Welt nicht verlassen, ohne den dritten Marchese-Band fertig zu erzählen.

Schreibtisch

Das Herzensprojekt ruht

Doch warum gelang es mir nicht, obwohl er meine alleroberste Priorität war? Weil jetzt nicht die Zeit dafür ist, meinte Slawomir, mein Energetiker. Weil du ganz präsent bist, ganz bei dir. Und das ist jetzt auch notwendig.

Mir war nie bewusst, wie viel Kraft ich aufwende, um meine Romane zu schreiben. Ich lebe in den Figuren, schlüpfe in sie. Bin sie. Das ist aber genau das, was ich nicht brauchen konnte, um gesund zu werden. So sehr ich den Marchese auch liebe, ich musste dieses Jahr ganz ich selbst sein.

Nicht arbeiten, sondern spielen

Schreiben als Spiel. Marchese auf dem Bildschirm mit Schreibfeder davor

Eintauchen in die andere Zeit. Schreiben und spielen

Ich schrieb sehr wohl, auch den Marchese, Julian und Merahwi, denn den Chat mit Dodo und Yas behielt ich bei. Ab und zu hatte ich dabei Sternstunden, aber es blieb ein Spiel, ganz ohne Druck. Und ich spürte dabei auch sehr deutlich meine momentanen Grenzen. Die beiden leben und versinken so sehr in ihren Geschichten, dass mir nur allzu bewusst wurde, wie sehr ich zu meinen auf Distanz ging. Dass ich mir diese totale Identifikation nicht erlaubte, die ich sonst beim Schreiben fühle und die meine Bücher ausmacht.

Doch zum Glück kannte ich nun den Grund. Ich weiß, dass es nur vorübergehend ist, ich weiß, dass ich noch immer intensiv erzählen kann. Das bewies mir jede Zeile, die ich mir in den guten Stunden abrang. Und ich weiß, dass ich keinen kompletten Roman aus dem Kopf heraus schreiben will, sondern dass gerade diese Geschichte meine volle emotionale Beteiligung braucht, verdient und auch haben soll.

Diese Begegnung brachte mich zum Weinen

Slawomir verdanke ich auch eine der schönsten Begegnungen in diesem Jahr. Die Türme des World Trade Centers standen noch, als ich meine erste schamanische Reise unternahm. Mit Trommeln wird man dabei in einen tranceähnlichen Zustand versetzt, wechselt die Ebene, und wenn man Glück hat, begegnet man dabei auch seinem Krafttier. Nur hatte ich damals kein Glück.

Da war also einerseits pure Neugier, aber auch ein starker Verdacht. Im Zuge meines Rebrandings wollte ich mich nämlich einfach nicht von der Schlange trennen und war unglaublich kreativ in meinen Erklärungen, warum sie nicht nur zu den Marchese-Romanen, sondern schlichtweg zu mir als Schriftstellerin passt.

Wann, wenn nicht jetzt?

Slawomir lernte ich übers Gongspielen kennen, er arbeitet aber auch viel mit Rhythmus. Bisher war das mit dem Krafttier ein Spiel für mich gewesen, aber nach der Krebsdiagnose konnte ich ein Krafttier wirklich gut brauchen. Also fragte ich ihn, ob er mich mit der Trommel auf eine schamanische Reise führen könne.

Schwarze Schlange

Ich lag da, auf einer Matte, die Trommel dröhnte mir machtvoll und gewaltig in den Ohren und versetzte meinen ganzen Körper in Schwingung. Ich ging die bemoosten Stiegen hinunter, die mich auf die andere Ebene führen, und sollte mein Krafttier rufen. Und da kam sie schon angekrochen, ohne zu zögern, in einem entschlossenen Tempo! Eine schwarze, große Schlange! Ich strahlte vor Glück, mir kullerten Tränen über die Wangen. Ich schlang meine Arme und Beine um die Schlange, und sie schlang sich wie in einer Umarmung um mich. Wir tanzten! ❤

Es kamen noch drei weitere Tiere, ein Tiger, ein Adler und der Pegasus, doch die Schlange war in dem Augenblick das wichtigste für mich. Darin lag auch so viel Sinn, sie ist ja unter anderem das Symbol für Heilkunst und für Wiedergeburt. Und sie gab mir einen wichtigen Auftrag.

Entfessle deine weibliche Urkraft

Allein die Formulierung traf so voll ins Schwarze. Ich bin wirklich gerne eine Frau, aber ich kann mich mit sanften Weibchen und dem dienenden Frauenbild so überhaupt nicht anfreunden. Auch nicht mit Mannweibern. Seit einigen Jahren war ich vergeblich auf der Suche nach Rolemodels. Und dann kriecht die Schlange in einem Affenzahn daher und haut diesen Satz mit unglaublicher Sicherheit raus. Entfessle deine weibliche Urkraft!

Ganz Frau sein. Barbara Drucker mit langen, schwarzen Haaren

Was ist meine weibliche Urkraft? 🤔

Er traf mich in meinem Innersten. Das ist es, Kraft zählt ja zu meinen Kernwerten! Entfesseln, das klang nach Kettensprengen, nach Befreiung. Schon im Auftrag selbst spürte ich dieses enorme Bündel an Möglichkeiten, spürte ich mein ureigenstes Wesen. Nur was genau ist diese weibliche Urkraft? Das herauszufinden und meine individuelle Weiblichkeit zu leben, wird mein Motto des kommenden Jahres.

Aus vier Welten mach eine

Weiblichkeit spielt auch im virtuellen Rollenspiel mit meinen Freundinnen Dodo und Yas eine große Rolle. Beide hängen insbesondere an ihren Protagonistinnen, während ich selbst ja bevorzugt Männer schreibe. Nun sah ich mir ihre Damen genauer an und fand heraus, was mir an meinen wichtig ist. Wo ich Klischees ausheble, und wann sich eine Frau für mich stark anfühlt.

Wir bringen in unserem Spiel vier Romanuniversen unter einen Hut, und das Verrückte daran ist, dass es tatsächlich funktioniert. Trotz unterschiedlichen Weltenbaus (als Fantasyautorinnen sind die beiden phänomenal darin). Ist das der Archemythos oder ticken wir im Kern ähnlich? Schreibend sind wir gute Freundinnen geworden, die bei aller Verschiedenheit entscheidende Werte und Interessen teilen.

Meine Felsen in der Brandung

Beziehungen waren überhaupt ein wichtiges Thema für mich in diesem Jahr. Es begann mit einem Schock, als eine vermeintliche Freundschaft auf sehr ungute und überzogene Art in die Brüche ging. Doch ich wurde mehr als entschädigt durch neue Freundinnen. Frauen, die bereits mein Leben gestreift hatten, nun in der Krise auftauchten und mir im Kampf gegen die Krankheit eine unglaubliche Stütze waren.

Neue alte Freundschaften

Cornelia hing stundenlang mit mir am Telefon und redete mit mir über Gott und die Welt. Von Krebs und Chemo und emotionaler Belastung, über Businessthemen bis hin zum Moneymindset, Persönlichkeitsentwicklung und zur Spiritualität.

Zwei Frauen auf dem Weihnachtsmarkt.

Mit Hanni auf meinem ersten Weihnachtsmarkt in diesem Jahr

Hanni, Carinas Schwiegermutter und selbst Ärztin, beriet mich medizinisch und begleitete mich zu heiklen Arztgesprächen. Unfassbar großzügig stellte sie mir ihre Zeit zur Verfügung, ermöglichte mir einen fantastischen Sommertag in Klosterneuburg und wurde im Laufe des Jahres zu einer mir sehr lieben Freundin.

Da war ich echt verblüfft

Dass ich auf Yas und Dodo zählen konnte, wusste ich. Auch auf Karin. Richtig überrascht haben mich jedoch die Männer. Mein Businessbuddy Jürgen, mein Testleser Klaus und Christian, den ich aus dem Unternehmensgründungsprogramm kenne. Erst einmal herrschte großes Schweigen, und ich war ihnen nicht einmal böse. Ich dachte mir nur, für Männer ist das jetzt einfach zu steil. Doch dann kamen die E-Mails. Unfassbar einfühlsam. Ich war im positiven Sinne schockiert.

So viel mehr als nur Verwandtschaft

Brautpaar mit Familie vor der Kirche

Familie – In guten Zeiten feiern und in der Krise zusammenhalten

Und nicht zuletzt stand mir meine Familie bei. Ganze Wochenenden und Nächte nach der Chemo, ganze Tage in emotionalen und physischen Krisen. In Carina habe ich die beste und aufopferungsvollste Tochter der Welt, was sie für mich tat, ist alles andere als selbstverständlich.

Meine Mutter war da, sobald ich sie rief, und erledigte mir Dutzende Wege, während ich hundeelend zu Hause lag. Mit meiner Schwester fühlte ich mich in unsere Kindheit zurückversetzt und spürte die alte Liebe zwischen uns wieder. Und welcher Neo-Schwiegersohn besucht schon seine Schwiegermutter im Spital, damit sie nicht alleine ist, weil der PCR-Test meiner Schwester verschlampt wurde?

Spüren, was ich brauche

Euch allen ein ganz großes Danke für euer Dasein und eure Unterstützung! Worte können gar nicht ausdrücken, was ich empfinde. Und wenn ich einmal um Worte verlegen bin, will das wirklich etwas heißen. 😉

Danke aber auch an diejenigen, die akzeptierten, dass ich nicht telefonieren wollte und stattdessen schriftlich mit mir kommunizierten. Ich weiß, dass ihr lieber mit mir gesprochen hättet, doch ich wusste sehr genau, welche Energien ich in welcher Form brauchte. Dass ihr trotzdem geblieben seid, rechne ich euch hoch an.

Dieses Jahr zeigte mir, dass ich mittlerweile genau die richtigen Personen in meinem Umfeld habe. Es war ein Härtetest, es war das Ergebnis jahrelangen, wertschätzenden Umgangs miteinander, und ich schätze mich glücklich, dass ihr in meinem Leben seid!

Warum ich mir nie die Warum-Frage stellte

Infusionsbaum

Chemotherapie

Ich bin ganz gewiss nicht eine, die sich einfach in ihr Schicksal schickt und nichts hinterfragt. Die einfach hinnimmt. Ich will mein Leben selbst gestalten und da kann ich die Opferrolle nicht brauchen. Eine Chemotherapie ist alles andere als ein Honigschlecken, sondern eine körperliche und emotionale Achterbahnfahrt. Umso erstaunter realisierte ich, dass ich mich kein einziges Mal gefragt hatte, warum ich?

Bilderrahmen mit Romanfigur und Tochter. Davor eine Stoffschlange

Mein engstes Team

Einerseits hätte mir dieses Hadern überhaupt nicht weitergeholfen. Andererseits war die Antwort sonnenklar: Weil ich es schaffen kann.

Ich hatte mich in meinem Leben sehr viel mit Mentaltechniken beschäftigt, und jetzt war der Zeitpunkt gekommen, das alles in die Waagschale zu werfen. Ich fuhr die richtig schweren Geschütze auf.

Aus jeder Krise ging ich bislang stärker hervor

Man kann auch sagen, ich bin krisenerprobt. Scheidung, finanzielle Turbulenzen, Burnout, ich hatte eine ganze Menge hinter mir. Wenn du einmal den Boden gesehen hast, weißt du aber, dass du nicht mehr tiefer fallen kannst. Das befreit. Wenn du eine Krise überwunden hast, bist du zuversichtlich, dass du auch die nächste meisterst.

Kaffee und Cookie, im Hintergrund Ärzte in weißen Mänteln bei der Pause

Lockdown im Krankenhaus

Sicher hätte ich manches lieber auf die sanfte Tour gelernt, aber offensichtlich brauchte ich die harten Bandagen, um das Ruder wirklich herumzureißen. Ich hatte große Angst, in eine Depression zu verfallen, eine gar nicht so seltene Nebenwirkung von Krebs und Chemo. Also schrieb ich all das mit, was ich nur durch die Krankheit an Positivem erlebte. Mitten im Lockdown beim Starbucks sitzen etwa, weil die Gastronomie im Krankenhaus offen hatte. Ich hielt die Glücksmomente schriftlich fest und fokussierte mich auf all das Schöne, das sehr wohl existierte.

Ich wahrte mir meine Selbstbestimmung

Barbara Drucker mit kurzen, schwarzen Haaren

Schick für eine einzige Woche

Für mich war es ganz furchtbar, meine Haare zu verlieren. Über Haare und Augen definierte ich mich. Zu ändern war es nicht, doch ich beschloss, auch während der Chemo sensationell auszusehen. Ich ging geschminkt und gestylt ins Krankenhaus, nicht für die Ärzte, sondern für mich selbst. Ganz funktionierte das mit dem sensationellen Aussehen nicht, weil mein Blick müde wurde und an Intensität verlor. Aber ich schöpfte meine Möglichkeiten voll aus.

Mein Wissen über Zyklen hielt mich über Wasser

Barbara Drucker mit Turban

Mit Krafttier zur 2. Chemo

Voriges Jahr hatte ich Annas lebensverändernden Online-Kurs* über den weiblichen Zyklus gemacht und wie ich im Einklang mit ihm leben und von ihm profitieren kann. Mit Menopause und Chemotherapie war das leider vorbei, und die notwendige Hormontherapie wird meinem Zyklus wahrscheinlich den Rest geben.

Was mir jedoch keiner mehr nehmen kann, ist das Wissen, wie ein Zyklus grundsätzlich funktioniert. Dass auf die schwierigen Phasen wie ein Naturgesetz die guten folgen. Ich übertrug dieses Zykluswissen auf die Chemo. Drei, vier Tage ging es mir immer elend, die nahm ich zur Kenntnis, erlaubte mir Tränen und Erschöpfung, und danach wurde es allmählich besser. Jeder Durchgang wurde schwerer, weil das Gift sich ja kumuliert. Aber in jedem Zyklus ging auch verlässlich die Sonne wieder auf.

Mit Logbuch und Kompass durch die stürmische See

Bullet Journal Monatsübersicht September mit Ähren, Korn- und Mohnblumen

Farben heben meine Stimmung

Jetzt aber Themenwechsel und weiter zu etwas ebenso Lebensveränderndem mit ausgesprochen guten Schwingungen. Dodo ist schuld, sie hat mich angefixt. Vor einem Jahr hatte ich noch überhaupt keine Ahnung, was ein Bullet Journal ist, aber sie postete laufend ihre Seiten, und so wurde ich neugierig. Sollte ich es auch mal probieren? Im Februar startete ich meinen ersten Versuch, und seitdem wurde das Bullet Journal zu meinem täglichen Begleiter.

Bullet Journal Monatsübersicht Juli mit Meer, Vesuv und Kränzen aus Zitronenlaub und Zitronen.

Mit Monatsmotto

Mit einem digitalen Kalender, den ich nach wie vor fürs Business und für genaue Termine führe, ist ein Bullet Journal nicht zu vergleichen. Es ist vor allem ein Geschenk an mich selbst. Bald schrieb ich nicht nur die wichtigsten Termine hinein, sondern ich wählte mir Monatsmottos. Ich kann nicht ans Meer fahren? Dann hole ich den Sommer eben zu mir. Wo feiere ich in meinem eigenen Leben Erntedank usw. To-Do-Listen gehören ins Trello, im Bullet Journal dokumentiere ich mein Leben. Was immer mir festhaltenswert erschien, bekam eine eigene Seite. So wurde es für mich zu Logbuch und Kompass in einem.

Wenn ein Monat zu Ende geht und ich die Seiten für den nächsten noch nicht gestaltet habe, fühlt es sich zwar nach Stress und lästiger Pflicht an. Doch wann immer ich das Buch aufschlage, um etwas einzutragen, hebt sich meine Stimmung schon allein durch die stärkenden Farben und Handletterings im Nu. Es ist einfach wunderschön, mich auch in solchen Kleinigkeiten mit Schönheit und Kreativität zu umgeben.

Und ich mag ihn ja doch!

Frau am Tisch im Gastgarten

Mit Karin auf der Summerstage

Über Morgenseiten und Bullet Journal machte ich mir auch etwas komplett Vergessenes bewusst. Oft wird man nach der Lieblingsjahreszeit gefragt, und ich antwortete meist mit Frühling. Aus Verlegenheit, nur weil es da noch nicht so heiß ist, aber stimmig fühlte es sich für mich nicht an.

Gschirrwasser, im Hintergrund der Auwald. Im Vordergrund Rosen und Oleander

Traumhaft! In Klosterneuburg bei Hanni …

Heuer machte es Klick. Ich mag zwar die Hitze nicht, aber abends in Gastgärten sitzen, plaudern und genießen, das ist genau mein Ding. Dieses Gefühl der lauen Luft auf meiner Haut ist es, das ich am Sommer so liebe. Musik aus der Ferne. Die Leichtigkeit, das Urlaubsfeeling.

Barbara Drucker mit Sonnenbrille und Sonnenhut

… den Sommer entspannt genießen

Also beschloss ich, der Hitze zu trotzen und mir das alles zu holen. Ich verabredete mich verstärkt mit meinen Freunden. Zum Mittagessen auf dem Markt, zum Abend auf der Summerstage. Dass wir nicht im Burggarten saßen, sondern vor dem Wolkenbruch ins Palmenhaus flüchteten, war Pech. Ich inhalierte den Sommer, sog auf und holte in vollen Zügen nach, was ich die letzten Jahre verschenkt hatte. Der Sommer, das ist Lifestyle pur, das ist meine Jahreszeit. ❤

Schönheit macht das Leben erst lebenswert

Oben sprach ich davon, mich mit Schönheit zu umgeben. Ich bin ein Ästhet, obwohl die Voraussetzungen dafür schlecht standen. In meiner Familie wurde mein Bedürfnis nach Schönheit belächelt, wenn nicht sogar abgewertet. Es hat lange gedauert, bis ich Schönheit als einen meiner Kernwerte akzeptieren und leben konnte. Doch nun hole ich sie mir ganz bewusst in mein Leben, zelebriere sie und schöpfe aus ihr Kraft. Auch und gerade heuer.

Liebe auf den zweiten Blick

Abstraktes Gemälde

Katharina Grosse

Die Albertina modern und ich hatten keinen guten Start gehabt, das lag an der ersten Ausstellung. Ich kann mit Aktionismus wenig anfangen. Mittlerweile folgten aber noch viele andere, und sie avancierte zu einem meiner Lieblingsmuseen in Wien. 2021 besuchte ich

  • The Essl Collection
  • Wonderland
  • Araki

Manche Bilder kannte ich schon aus anderen Ausstellungen und erlebte sie im neuen Kontext auf überraschende Weise ganz anders.

Von der Konkurrenz zum unangefochtenen Liebling

Als ich noch im Leopold Museum arbeitete, sah ich in der Albertina nur Konkurrenz, doch mittlerweile bin ich zum Glück frei von diesem Tunnelblick. Ich machte immer wieder eine Stippvisite in die großartige Dauerausstellung, außerdem genoss ich heuer

  • My Generation – Die Sammlung Jablonka
  • Schwarz Weiß & Grau
  • Faces. Die Macht des Gesichts
  • Jakob Gasteiger. Postradikale Malerei
Abstraktes Gemälde. Rot, kreisrund, Pinselstriche und Textur erkennbar

Jakob Gasteiger

Ich mag die Farbigkeit und die klaren Formen des Blauen Reiters und der Pop Art, und ich ließ mich auf mir bislang unbekannte Künstler ein. Den nachhaltigsten Eindruck hat jedoch Schwarz Weiß & Grau auf mich gemacht, dabei hatte ich erst gar nicht vor, hinzugehen. Was für Emotionen wären mir da entgangen! Die großformatigen Bilder eröffneten fantastische Leerstellen und luden mich zum Weiterspinnen ein. Ich verließ diese Säle aufgewühlt, beklemmt und auch eine Spur nachdenklich.

Haus vor Wasser mit einem Fenster und einem Torbogen daneben. Sehr linear und puristisch, schwarz-weiß. Die Leere wird sichtbar.

Eduard Angeli

Zwei Ausstellungen habe ich leider verpasst, vor allem bei Hubert Scheibl – Seeds of Time tut mir das weh. Der hätte mir ganz bestimmt gefallen. Doch zu dieser Zeit war ich durch die schlimmsten Chemophasen und die Operation außer Gefecht gesetzt. 😥

Nach Jahren wieder einmal dort

Landschaft von Gerhard Richter, schwarz, rot, gelb. Erinnert an Industrielandschaft.

Gerhard Richter

Das Kunstforum hatte ich etwas aus dem Blick verloren, aber eine Ausstellung konnte ich mir unmöglich entgehen lassen. Gerhard Richter: Landschaft

Ich saß bestimmt eine halbe Stunde vor manchen Bildern und ließ mich in sie hineinziehen. Das liebe ich so an guter Kunst, die Zeit bleibt für mich stehen und da sind nur das Gemälde und ich. Eine stumme Interaktion, in der ich kaum denke, sondern vor allem spüre. Kunst geht mir unter die Haut, sie erreicht Stellen, wo der Verstand einfach nicht hinkommt.

Schönheit für die Ohren

Barbara Drucker, im Hintergrund die goldene Decke im Großen Musikvereinssaal

Im Musikverein

Viele Konzerte fielen zwar diversen Lockdowns und Corona-Maßnahmen zum Opfer, aber zum Glück nicht alle. Das, was ich zu hören bekam, entschädigte mich aber vollauf! Im Musikverein schwelgte ich in Beethoven und Richard Strauss, Berlioz und Liszt, in Tschaikowski und Schostakowitsch.

Das Chopin-Candlelight-Konzert wurde dreimal verschoben, fand aber dann doch statt. Nicht ganz so ikonisch wie angekündigt, doch Chopin bleibt Chopin, und ich bin froh, so etwas einmal erlebt zu haben.

Mit Schönheit leben

Schönheit will ich jedoch nicht nur als Einzelereignisse in meinem Leben, ich will sie ständig um mich haben. Ich beschäftigte mich weiter mit meiner Wohnung, holte mir oft Blumen und bin unendlich dankbar für meine Floristin. Die habe ich übrigens kennengelernt, weil sie im Lockdown nicht geraunzt hatte, sondern kreativ war. Man konnte die Blumen telefonisch bestellen und beim Bäcker gegenüber abholen. So eine Einstellung wollte ich belohnen und betrat erstmalig ihr Geschäft. Mittlerweile bin ich Stammkundin. 🙂

Dekoriertes Metallbett

Meine Belohnung – Work in progress

Mit der Weihnachtsdeko finde ich immer mehr meinen persönlichen Stil heraus, und ich nahm das Projekt Schlafzimmer in Angriff. Das ist mein Geschenk an mich selbst. Ein Arzt hatte mir erzählt, dass sich viele seiner Patientinnen für die überstandene Chemo belohnen. Mit einer Reise, einer Rolex oder was auch immer. Ich ließ mir Zeit, meine passende Belohnung zu finden. Ein Gong? Eine Sizilien-Rundreise? Es sollte sich vor allem gut anfühlen.

Die Idee schlich sich ganz klein und unscheinbar an, hatte aber für mich hohen Symbolcharakter: Ich beschoss, mit einem neuen, edlen Bettzeug sicht- und fühlbar einen Neubeginn zu machen. Soweit der Plan. Dann stolperte ich jedoch über Timnas Kurs Zurück zu dir – Erschaffe deinen Kraftort, dachte über das Schlafzimmer insgesamt nach und erweiterte mein Vorhaben. Die Umgestaltung des kompletten Schlafzimmers nehme ich ins neue Jahr mit hinüber.

Mein Ich in einem einzigen Bild

Was wäre mein Jahresrückblick, ohne ein weiteres großartiges Geschenk zu erwähnen, das ich mir machte? Genau genommen hat es mir Manu gemacht, meine geniale Designerin. Als Schriftstellerin braucht man nicht zwingend ein Logo, doch ich hatte das tiefe Bedürfnis nach einem. Außerdem passte mir mein handgestricktes für Aventiure nicht mehr, es war mir mittlerweile viel zu bieder und zu konservativ.

Füllfeder mit Schlange und Goldstaub.

Manu hatte Ideen, auf die ich im Traum nicht gekommen wäre! Die Art und Weise, wie sie die Schlange mit der Feder kombinierte, löste in mir ein Feuerwerk an Glücksgefühlen aus. Das Logo bin so hundertprozentig ich, und ich bin gar nicht sicher, ob ich dir seine Vielschichtigkeit einmal aufdröseln soll, oder es einfach nur wirken lasse.

So kann ich mich sehen lassen

Das neue Branding hatte natürlich auch Auswirkung auf meinen Online-Auftritt. Für Facebook und Instagram bekam ich neue Templates, jetzt vermitteln sie Atmosphäre. Mit Schwarz, Gold und Violett hat meine Marke nun eine ganz eigenständige Farbpersönlichkeit. Manches musste sich erst entwickeln, und ich reduzierte die Templates mittlerweile auf eine bestimmte Auswahl, bei der die Vibes für mich absolut perfekt sind. Weiters experimentiere ich immer noch mit meinen Emojis, ich will auch hier einen Wiedererkennungsfaktor statt Beliebigkeit. Mit 💛💜🖤 und einigen wenigen handverlesenen dürfte ich auf einem guten Weg sein.

Screenshots von Instagram-Feeds in Schwarz, Gold und Violett

Auch die Heldenbriefe bekamen ein neues Kleid. Für die Willkommenssequenz muss ich es noch umsetzen, das kommt auf die Liste fürs kommende Jahr. Gemeinsam mit der Website. An ihr arbeiteten Manu und ich sehr intensiv, aber wir sind noch nicht komplett fertig. Das Projekt erwies sich als umfangreicher, als wir beide dachten. Mir war gar nicht bewusst, wie groß meine Website ist.

Bei Aventiure und dem Schreibcoaching gärt es

Der Newsletter bekam mit Abenteurer-Briefe einen neuen Namen und zumindest ein Übergangsdesign. Das ist das, was du bereits sehen konntest. Die ungeplante Auszeit brachte mir aber auch einen wertvollen Schritt zurück. Was will ich wirklich mit Aventiure, wohin soll die Reise gehen?

Logo

Heuer durfte ich unter anderem zwei spannende Projekte betreuen. In einem begegnete ich Elvis auf eine völlig unerwartete Art, im anderen tauchte ich in die kanadische Wildnis ein und stelle mich einem Schlittenhunderennen. Für solche besonderen Romane, die mich selbst fesseln und an die ich zutiefst glaube, werde ich auch weiterhin coachen und lektorieren.

Mehr als Eitelkeit

Dass ich den Online-Kurs zu Show, don’t tell nicht realisierte, hängt vor allem damit zusammen, dass ich in meinem momentanen Zustand nicht vor eine Video-Kamera treten möchte. Die Inhalte stehen, es fehlen noch die technische Implementierung, die grafische Aufbereitung der Worksheets und eben die Videos. Du sollst schließlich inspiriert werden und dieses aufregende Kribbeln spüren, das dich gleich die Feder spitzen oder die Tastatur zurechtrücken lässt. Der Kurs kommt, versprochen, aber so, dass du ganz viel davon hast. Sobald ich das wieder garantieren kann, gehe ich es an.

Die Weichen sprangen um auf Erlebnis

Jahrelang hatte ich mit dem Verstand um einen USP gerungen, und dann war er auf einmal da. Oder besser gesagt, auf einmal konnte ich ihn sehen. Ein bisschen zeichnete es sich für dich ja schon in den Abenteurer-Briefen ab: Ich gehe mit Aventiure zurück zu den Ursprüngen, zum Grund, warum ich das Abenteuer Schreiben für die schönste und aufregendste Beschäftigung der Welt halte. Struktur und Klasse, vielschichtige und zum Leben erweckte Figuren, Fühlen und Eintauchen werde ich mit dem Erlebnis beim Schreiben in ganz neuen, aufregenden Formaten verschmelzen. Ich entwickelte so viele Ideen, die ich am liebsten alle auf einmal umsetzen möchte! Und ich besuchte selbst etliche Kurse, um einige dieser Ideen im kommenden Jahr aufs nächste Level zu heben.

Aventiure bekam einen eigenen Instagram-Kanal

Noch bin ich ein kleiner Fisch, obwohl ich auf meine rein organisch erzielten 60 Follower unbändig stolz bin. Allerdings bin ich immer noch in der Lernphase und so allmählich entdecke ich, wie Profis ihre Kanäle bespielen. Die Storys ignorierte ich bislang aus Unsicherheit, das muss sich ändern. Aber auf eine Weise, die dir Freude bereitet. Momentan beobachte ich meine Vorbilder und experimentiere vorsichtig auf meinem Autoren-Kanal. Auch in Sachen Inhalt ist noch einige Luft nach oben.

Screenshots von Instagram-Feeds in Schwarz, Gold, Violett und Weiß

Ein neues Newsletter-Konzept

Auf Instagram startete ich mit täglichen Posts, aber das kostete mich unglaublich viel Zeit. Der Aufwand stand mit der Reichweite in keinerlei Verhältnis, also wechselte ich das Medium. Den Newsletter versendete ich nun wöchentlich, mit Quicktipps, kurzen Aufgaben oder inspirierenden Fragen. Nicht alle Abonnenten gingen diesen Weg mit mir mit, die Liste bereinigte sich weiterhin. Wer bleibt sind die, die es mit ihrem Schreiben ernst meinen.

Mein Jahr in Zahlen

Das Zahlenspiel steht noch aus, manche Zahlen überraschten mich heuer selbst. Alle mit Stand 20.12., in Klammern die des Vorjahres.

26 Arzttermine
8 Chemozyklen
2 Operationen, eine davon in Vollnarkose
20 Blutabnahmen

51.233 (38.237) Wörter hat aktuell die Rohfassung des dritten Marchese-Bandes.
995 (1.059) handgeschriebene Morgenseiten
3 (16) Blogbeiträge
12 (12) Zitate des Monats
14 (25) Heldenbriefe
29 (16) Aventiure-Newsletter

177 (158) Instagramposts
154 (0) Instagramposts Aventiure
2 (4) Challenges mit 60 (115) Beiträgen

25 (32) komplett gelesene Bücher
16 (20) Rezensionen geschrieben

Wider Erwarten war ich doch ganz schön produktiv. 🙂

Und wie geht es 2022 weiter?

  • Marchese 3. Durch meine Todesangst wurde mir klar, diese Geschichte will ich unbedingt erzählen.
  • Autoren-Website neu. Sie wird so schön!
  • Schreiben als Erlebnis. Neue Formate, in denen ich für dich mein Know und das faszinierende Abenteuer Schreiben zusammenfließen lasse.
  • Show, don’t tell als Online-Kurs in der Aventiure-Academy
  • Heilung und Selfcare. Den Krebs bin ich los, jetzt heißt es vorbeugen und die Batterien wieder aufladen, um neu durchzustarten. Also Reha, Strahlentherapie, Hormontherapie und ganz viel hochwertige Me-Time.
  • Pure-Woman-Mentoring. Meine männlichen Anteile lebe ich schon sehr gut, jetzt wird es Zeit, mich um meine weiblichen zu kümmern. Eine mir gemäße Weiblichkeit zu leben.
  • Mein Motto des Jahres 2022: Entfessle deine weibliche Urkraft

Das vergangene Jahr hat mir gezeigt, dass das Leben oft eigene Pläne hat. Aber viel wichtiger noch, dass ich kein wehrloses, ohnmächtiges Opfer bin, sondern es selbst in der Hand habe, wie ich darauf reagiere. Dass selbst in den dunkelsten Momenten eine Chance liegt und ich sie nur beim Schopf packen muss.

War dein Jahr auch so herausfordernd und hat es auch dir gezeigt, was dir wichtig ist? Bei mir tanzte der Phönix tatsächlich mit der Schlange. Sie gab mir Kraft, sie schenkte mir ihre Heilkunst, ihre Weisheit und den Fokus auf das Wesentliche. Sie ließ mich einen Blick auf meine Urkraft erhaschen und mein Potenzial erahnen. Es war ein gewaltiger Tanz, der mich veränderte. Doch ohne ihn könnte ich sicher nicht fliegen.

Bildcredits:
Hochzeitsfotos Carina und Martin: © Betti Plach-Maldonado/Surfin Birds
Schlange: © Graphic Compressor/Shutterstock
Logos: © Manu Ancutici/Ancutici Kommunikationsdesign
Alle anderen: © Barbara Drucker