Das heute ist ein sehr persönliches Zitat, und ich mache mich damit ein ganz schönes Stück verletzlich, indem ich dir das gestehe. Wenn du wüsstest, wie viele Vorwürfe Julian von manchen Lesern für diese Aussage bekommen hat! Und ja, darunter waren sogar meine Testleser. Trotzdem hielt ich an diesen Worten fest.

Warum sollte man nicht auf einen Partner stolz sein dürfen?

Wenn du verliebt bist, möchtest du dann nicht deinen Herzensmenschen deiner Familie und deinem Freundeskreis begeistert präsentieren? Willst du nicht, dass die ganze Welt ihn genauso schätzt wie du selbst? Diese Form von Stolz meine ich. Voll und ganz zu jemandem stehen können und zwar aus einem inneren Bedürfnis heraus, nicht weil es gesellschaftliche Konventionen so verlangen.

Wenn dieses Gefühl fehlt, ist meiner Meinung nach der Wurm drin. Das heißt ja nicht, dass der andere an sich schlecht oder minderwertig ist, er ist nur einfach nicht der Richtige an deiner Seite. Und dazu sollte man meiner Meinung nach stehen.

Für einen Partner sollte man sich niemals schämen müssen

Ich kenne Julians Dilemma aus eigener Erfahrung. Es war mir unangenehm, mich zusammen mit manchen Partnern zu zeigen, und ich steckte wahnsinnig viel Energie hinein, meine Wahl vor mir selbst zu entschuldigen. Sobald ich das realisierte, wusste ich schon, dass ich diese Menschen als Freunde extrem schätze und ihnen auch dankbar bin, sie aber eben nicht als Partner will. Nur war ich zu feige, es ihnen zu sagen, weil ich sie nicht verletzen wollte. Wie bringt man das einem verliebten Freund denn auch einigermaßen schonend bei?

Eine Leserin heulte auf Facebook öffentlich um Walter und rief sogar unter einem eigenen Hashtag zur Allianz mit ihm auf. Eine andere strafte mich in einer Rezension für Julians „Verrat“ an Walter ab.

Selbstwert heißt auch, einen ebenbürtigen Partner wollen

Wenn Julian in seiner alten Beziehung feststeckt und zu weichherzig ist, um einen Schlussstrich zu ziehen, dann kenne ich das Gefühl nur zu gut. Er spürt ein Defizit in seinem Leben und aus Mitleid mit dem anderen vergisst er seine Verantwortung sich selbst gegenüber. Aber schuldet man es sich nicht auch selbst, zu seinen Wünschen zu stehen, und worin besteht überhaupt dieses Defizit?

Bescheidenheit ist eben keine Zier

Sicher, es gibt Leute, die wollen sich mit einer Trophy Woman/einem Trophy Lover schmücken, ohne sich selbst auch nur minimal anzustrengen. Der Partner soll das Scheinwerferlicht anlocken, das man selbst niemals bekäme. Doch darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, gemeinsam zu glänzen. Um den Mut zur Ausstrahlung.

Julian spürt, dass er an Walters Seite sein eigenes Licht unter den Scheffel stellt, und wünscht sich einen Partner, an dessen Seite er leuchten kann. Der sich souverän auf dem gesellschaftlichen Parkett bewegt und ihn nicht blamiert. Und das macht ihn in meinen Augen nicht zu einem schlechten, sondern zu einem sehr sympathischen und vor allem ehrlichen Menschen.

Willst du mehr über den Roman wissen, in dem Julian einen angemessenen Partner findet? Dann geht es hier entlang.

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Tanz der Ikonen, romantischer Thriller