Welche Gesetze gibt es in deiner Welt?

Julian: Geh bitte, was ist denn das für eine Frage! Da brauchen wir ja ewig!

Merahwi: Stimmt, das sind einfach zu viele, um sie alle aufzuzählen. Haben Sie Jura nicht sogar studiert, Marchese?

Marchese: Notgedrungen. Ich folgte dem Befehl meines Vaters und hörte parallel dazu Philosophie.

Julian: Hätte ich auch gemacht. Philosophie studiert, meine ich. Jus ist nichts für mich.

Merahwi: Für mich auch nicht, deshalb musste ich die Firma gemeinsam mit Gunther Martin gründen.

Julian: Und trotzdem kannst du Verträge lesen.

Merahwi: Ob sich die Gesetze Ihrer und unserer Zeit sehr unterscheiden?

Marchese: Das tun sie. Zu meiner Zeit ist der Souverän der Herrscher von Gottes Gnaden, zu Ihrer das Volk.

Julian: Außerdem hat Napoleon mit seinem Code civil die Kirche ordentlich ausgehebelt.

Merahwi: Du hast recht. Unser Staat ist zudem laizistisch. Während im Iran seit dem Sturz des Schahs islamisches Recht gilt.

Marchese: Religion und Gesetz sollte man tunlichst trennen.

Merahwi: Wem sagen Sie das!

Julian: Im Strafrecht unterscheiden sich unsere Epochen ganz gewaltig. Hab ich zumindest bei Foucault gelesen.

Marchese: Im Wesentlichen lassen sich vernünftige Gesetze doch auf den kategorischen Imperativ zurückführen.

Julian: Und auf die zehn Gebote. Die fassen alles Wichtige zusammen, der Rest ist nur mehr Haarspalterei.

Marchese: Und trotzdem herrscht in einem Land ohne Gesetze Anarchie.

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In diesen Romanen spielen Merahwi und Julian mit

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